Das Graduiertenzentrum Lebenswissenschaften bündelt alle strukturierten Promotionsprogramme, deren wissenschaftliche, interdisziplinäre Forschungsrichtungen sich mit den Strukturen und dem Verhalten lebender Organismen beschäftigen. Eingebunden sind die Fakultäten für Medizin, Lebenswissenschaften sowie Veterinärmedizin.

In den sieben Promotionsprogrammen des Graduiertenzentrums Lebenswissenschaften promovieren über 300 Absolventinnen und Absolventen zu interdisziplinären Forschungsthemen. Foto: Christian Hüller
In den sieben Promotionsprogrammen des Graduiertenzentrums Lebenswissenschaften promovieren über 300 Absolventinnen und Absolventen zu interdisziplinären Forschungsthemen. Foto: Christian Hüller

Zahlreiche Kooperationen mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen prägen die Promotionsqualifizierung des Graduiertenzentrums. Die Forschungsfelder erstrecken sich über ein weites Themenspektrum mit oftmals disziplinübergreifenden Problemstellungen. Sie umfassen Bereiche wie etwa die Sprachwissenschaft, Proteinwissenschaft, Adipositasforschung, Neurowissenschaften, Evolutionsforschung sowie Umwelt- und Biodiversitätsforschung.

Derzeit sind circa 300 Promovierende Mitglieder in Programmen des Graduiertenzentrums Lebenswissenschaften. Der Anteil internationaler Promovierender liegt bei gut einem Drittel. Die fachspezifische Qualifizierung der Promovierenden findet direkt in den Promotionsprogrammen statt. Darüber hinaus organisiert das Graduiertenzentrum ein fachübergreifendes Angebot, das auch den interdisziplinären Austausch über die Grenzen der Programme hinweg fördert.

Direktorin

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Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

Universitätsprofessorin

Biochemie/Bioorganische Chemie
Brüderstr. 34, Raum 2-312
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-36901
Telefax: +49 341 97-36909

Stellvertretende Direktorin

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Prof. Dr. Anja Widdig

Universitätsprofessorin

Verhaltensökologie
Talstr. 33, Raum 268
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-36707
Telefax: +49 341 97-36848

Promotionsprogramme des Graduiertenzentrums

Entwicklung, Anwendung und Evaluation von Methoden zur Bewegungsanalyse von Menschen und Tieren sowie interagierender Geräte/Hilfsmittel

Die Graduiertengruppe ist aus der interdisziplinären Zusammenarbeit der Veterinärmedizinischen und Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig sowie dem Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Zentrum der HTWK Leipzig entstanden. Die Mitglieder - Promovierende, Postdocs und Hochschullehrende - verbindet die gemeinsame Nutzung und Weiterentwicklung des vorhandenen und etablierten breiten Spektrums an modernen und leistungsstarken Methoden zur Analyse und Optimierung von Bewegungen bei Mensch und Tier.

Die Partner bearbeiten übergreifende Fragestellungen im Kontext Gesundheit, Leistung und Lebensstil/Tierwohl. Biomechanische Methoden werden fachübergreifend zur Entwicklung und Evaluation von Interventionen zum Nachweis von Dosis-Wirkungsbeziehungen eingesetzt. Diese umfassen sowohl aktive Interventionen zur neuromuskulären Optimierung als auch passive, also Hilfsmittel und Implantate. Mit der Graduiertengruppe werden fakultäts- und fachgebietsübergreifende Strukturen geschaffen und die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gefördert. Dadurch entsteht ein Zugang zur vergleichenden Biotechnik von Mensch und Tier, um beispielsweise Tiere als Modelle für menschliche Athleten zu nutzen und umgekehrt. Aus der Zusammenarbeit der Graduiertengruppe wird perspektivisch die Entwicklung eines interdisziplinären Kompetenzzentrums für die Bewegungsanalyse von Lebewesen angestrebt.

Sprecherinnen und Sprecher der Gruppe sind: Prof. Christoph Mülling (Veterinär-Anatomisches Institut der Universität Leipzig), Prof. Maren Witt (Sportwissenschaftliches Institut der Universität Leipzig) und Prof. Hans-Jürgen Dobner (Mathematisch Naturwissenschaftliches Zentrum, HTWK Leipzig).

Das Graduiertenkolleg „Interaktion grammatischer Bausteine“ (IGRA) untersucht die Natur und Interaktion von grammatischen Bausteinen (Regeln, Operationen, Beschränkungen, Schemata, außersprachliche Faktoren) in Phonologie, Morphologie und Syntax aus verschiedenen theoretischen Perspektiven. Auf der Grundlage von empirischen Detailuntersuchungen aus typologisch unterschiedlichen Sprachen werden alle verfügbaren Forschungstechniken (introspektiv, experimentell, korpusbasiert) miteinbezogen.

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Das internationale Graduiertenkolleg „TreeDì - 林地 - TreeDiversity Interactions: Die Rolle von Baum-Baum-Interaktionen in lokalen Nachbarschaften in subtropischen Wäldern“ des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) mit der University of Chinese Academy of Sciences (UCAS) in China erforscht, wie sich Baum-Baum Interaktionen in lokalen Nachbarschaften zu den beobachteten positiven Effekten von Baumarten-Reichtum auf ökosystemare Schlüsselfunktionen auswirken. Das internationale Qualifikationsprogramm sieht einen intensiven chinesisch-deutschen Kulturaustausch während eines sechsmonatigen Forschungsaufenthalts im Partnerland vor. Des Weiteren gibt es ein gemeinsames Promovierenden-Betreuungs-Komitee mit chinesischen und deutschen Projektleiterinnen und -leitern und eine enge Zusammenarbeit mit führenden Köpfen der Biodiversitätsforschung.

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Die yDiv ist die Graduiertenschule für junge Biodiversitätswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig. Ihr Ziel ist es, zwischen verschiedenen Ebenen der Biodiversitätsforschung Brücken zu schlagen – von der theoretischen Arbeit bis hin zur anwendungsorientierten Forschung für den Naturschutz. Auch hinsichtlich der methodischen Ansätze und Forschungsgegenstände setzen wir auf Vielfalt: von Modellversuchen zu Feldexperimenten, von der Untersuchung einzelner Organismen zu manipulated communities und ganzen Ökosystemen. Der transdisziplinäre Ansatz von yDiv bedeutet für die Promovierenden und ihre Betreuenden sowohl Chance als auch Herausforderung. Bei uns erwerben junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Fähigkeit, Wissen und Techniken aus vielfältigen Disziplinen sinnvoll zu integrieren und verschiedene Forschungsansätze in ihrer Arbeit zu kombinieren.

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Die Helmholtz Graduiertenschule „Ecosystem Services under Changing Land-use and Climate“ (ESCALATE) wird von der Helmholtz Gemeinschaft, dem Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), der Universität Leipzig, der Universität Halle-Wittenberg und dem Umweltbundesamt (UBA) gefördert. Eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern aus diesen Institutionen hat sich zusammengeschlossen um die Ausbildung und Forschung im Bereich Ecosystem Services zu ermöglichen.

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Das integrierte Graduiertenkolleg gehört zum Sonderforschungsbereich Transregio 67. Dieser erforscht die molekularen Mechanismen, mit denen artifizielle Extrazelluläre Matrizes (aEZM)-funktionalisierte Biomaterialien die Heilungsprozesse in Knochen und Haut unterstützen. Es ist unser Ziel, Biomaterialien zu entwickeln, die selbstorganisierend in Heilungsprozess eingreifen können.

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Das Graduiertenkolleg ist Bestandteil des Sonderforschungsbereichs 1052. Dieser erforscht die ursächlichen Mechanismen von Fettleibigkeit sowie deren Folgeerkrankungen und die Entwicklung neuer Therapien. Die 20 Teilprojekte arbeiten auf den Gebieten der Endokrinologie, Neurologie, Pädiatrie, Kardiologie, Dermatologie, Genetik, Biochemie, Biophysik, Lipidologie, Anatomie, Physiologie und Strukturanalytik. In drei zentralen Themenbereichen werden Faktoren von Adipositas und das Zusammenwirken mit anderen Ursachen erforscht.

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Das integrierte Graduiertenkolleg „Strukturelle Dynamik der GPCR-Aktivierung und Signaltransduktion" ist Bestandteil des Sonderforschungsbereichs 1423, bei dem es um die Kommunikation von Zellen über wichtige Rezeptoren geht. Sprecher des Graduiertenkollegs ist Prof. Dr. Daniel Huster.

Zellen kommunizieren untereinander und mit ihrer Umwelt über Rezeptoren. Diese sitzen in der Zellwand und erkennen ein bestimmtes Signal, das sie ins Innere der Zelle weiterleiten und damit eine Reaktion der Zelle hervorrufen. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) sind die größte Gruppe dieser Membranrezeptoren und kommen in fast allen Lebewesen vor. In der Medizin nehmen GPCRs eine Schlüsselposition ein: Etwa 30 Prozent aller verschreibungspflichtigen Medikamente wirken über diese Rezeptoren, allerdings wird bislang nur das Potenzial von einer kleinen Gruppe von Rezeptoren genutzt.

Das Graduiertenkolleg nimmt die individuelle Karriereentwicklung der Promovierenden in den Blick. Zum Qualifizierungsprogramm gehören unter amderem wissenschaftliche Module, Labor-Rotationen an der Vanderbilt University in den USA, eine jährliche Sommerschule und Kurse zu Professional Skills wie zum Beispiel Führung, Kommunikation oder Forschungsdatenmanagement.

Die International Max Planck Research School „Neuroscience of Communication: Function, Structure, and Plasticity“ (IMPRS NeuroCom) ist eine Graduiertenschule mit Sitz am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften. Innerhalb des strukturierten Programms werden Doktorandinnen und Doktoranden im multidisziplinären Bereich der Kognitiven Neurowissenschaft ausgebildet. Dabei liegt der Fokus auf den behavioralen und neuronalen Grundlagen der Kommunikation. Klinische und Entwicklungsaspekte und deren korrespondierende Gehirnplastizität spielen eine große Rolle in der Forschung.

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Die International Max Planck Research School „The Leipzig School of Human Origins“ (IMPRS LSHO) ist ein internales Promotionsprogramm, das die evolutionäre Geschichte von Menschen und Menschenaffen fächerübergreifend erforscht. Im Rahmen dieses Projekts des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und unserer Universität forschen Universitätsabsolventinnen und -absolventen verschiedener Fachrichtungen gemeinsam an Projekten.

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Das MD/PhD-Programm gibt hervorragenden Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Biochemie, Chemie, Biologie und Pharmazie sowie Medizinerinnen und Medizinern und Zahnmedizinerinnen und -medizinern die Möglichkeit vertieft selbständig wissenschaftlich zu arbeiten und sich für weitere Aufgaben in Forschung und Lehre zu qualifizieren. Das Programm strebt Doppel-Promotionen zum Dr. rer. nat. und Dr. med. beziehungsweise zum Dr. rer. nat. und Dr. rer. med. an.

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