Das Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften versammelt unter seinem Dach geistes-, sozial, wirtschafts- und regionalwissenschaftliche Disziplinen unserer Universität. Es bildet den Rahmen für eine strukturierte, interdisziplinäre und international ausgerichtete Promovierendenqualifizierung.

Mehr als 100 Doktorandinnen und Doktoranden forschen im Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften. Foto: Felix Mayrl
Mehr als 100 Doktorandinnen und Doktoranden forschen im Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften. Foto: Felix Mayrl

Die Betreuung und fachliche Qualifizierung der individuellen Promotionsprojekte erfolgt in den einzelnen Promotionsprogrammen. Allen Promotionsprogrammen ist gemeinsam, dass sie ein nach Forschungsschwerpunkten ausgerichtetes fachliches Qualifikationsprogramm anbieten. Für den disziplinübergreifenden Austausch bieten sich beispielsweise die jährlich stattfindende Sommerschule oder verschiedene fächerübergreifende Angebote an.

Derzeit forschen mehr als 100 Doktorandinnen und Doktoranden am Graduiertenzentrum. Die Betreuung erfolgt durch über 30 beteiligte Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer aus sechs Fakultäten der Universität Leipzig und mehreren außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Direktor

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Prof. Dr. Ulf Engel

Wiss. Mitarbeiter

Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in Afrika
Universitätsstraße 1, Raum 2209
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37038
Telefax: +49 341 97-37048

Promotionsprogramme des Graduiertenzentrums

Das Central-German Doctoral Program Economics – CGDE ist ein regionales Promotionsprogramm im Bereich der Volkswirtschaftslehre. Das CGDE bietet methoden- und forschungsorientierter Kurse, die von international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehalten werden. Hierdurch wird dauerhaft eine exzellente Qualifizierung der Promovierenden ermöglicht. Dieses Netzwerk ist eine gemeinsame Initiative verschiedener wirtschaftswissenschaftlicher Fakultäten und Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

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Der Promotionsstudiengang „Deutsch als Fremdsprache/Transcultural German Studies“ beschäftigt sich mit der deutschen Sprache, Literatur und Kultur unter der spezifischen Perspektive ihrer transkulturellen, das heißt kulturelle Grenzen überschreitenden Vermittlung. Dabei wird eine vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Gesamtproblematik des Faches Deutsch als Fremdsprache/Transcultural German Studies mit konkreten Erfahrungen in der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte und Gegenstände verbunden.

Seit Oktober 2012 bietet das Institute for Peace and Security Studies an der Addis Ababa University (Äthiopien) mit der Universität Leipzig eine dreijährige, interdisziplinäre Doktorandenausbildung in dem Feld der Global and Area Studies an. Das Programm bietet eine Ausbildung für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Expertinnen und Experten in Globalisierungs- und Sicherheitsforschung an. Es qualifiziert sie für eine spätere Karriere in internationalen Organisationen, im Bereich Konfliktmanagement, -prävention und -lösung sowie Frühwarnung von Konflikten (ebenso wie andere Bereiche der entstehenden Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur, APSA) sowie als zukünftige Lehrbeauftragte, Wissenschaftler und Forscher für den sich schnell entwickelnden Hochschulsektor in Äthiopien und seinen Nachbarländern.

Die Graduate School „Global and Area Studies“ (GSGAS) möchte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zu einem Projekt einladen, das eine globale Reichweite besitzt und sowohl inter- als auch postdisziplinär in seiner Ausrichtung ist. In die Graduate School können ausgezeichnete Kandidatinnen und Kandidaten mit originellen Beiträgen aus allen Regionalstudien, aus der Geschichte, den Sozialwissenschaften sowie den International Studies aufgenommen werden, die auf der Suche nach einer umfassenden Antwort auf die allgemeine Frage, wie Gesellschaften auf der ganzen Welt auf die Dialektik von De- und Reterritorialisierung reagieren, sind. Von besonderem Interesse ist hierbei die Persistenz lang anhaltender sowie die Entstehung neuer räumlicher Rahmenbedingungen für die soziale Interaktion innerhalb und zwischen Kulturen, Nationen und regionalen Staatenclustern.

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Digitale Technologien erobern nahezu jeden Lebensbereich und verändern Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Das Recht ist dadurch einem Anpassungsdruck ausgesetzt. Es stellt sich die Frage, ob die neuen Sachverhalte mit den etablierten rechtlichen Begriffen und Kategorien erfasst werden können oder ob Reformen erforderlich sind. Die Graduiertengruppe „Digitalisierung und Recht“ verfolgt mit den jeweiligen Dissertationsvorhaben Fragestellungen, die sich auf diesen Themenkomplex beziehen. Auf analytisch deskriptiver Ebene ist in den jeweiligen Einzelvorhaben zu klären, ob das Recht in seiner gegenwärtigen Fassung als „Fortschrittsbremse“ der digitalen Transformation im Wege steht oder die Funktion eines Bewahrers schützenswerter Individual- oder Kollektivinteressen einnimmt. An diese Bestandsanalyse schließt sich die rechtliche Prüfung an, ob und inwieweit eine Anpassung des Rechts an die durch Digitalisierung erfolgten Veränderungen durch Auslegung des bestehenden Rechts möglich ist oder ob es neuer gesetzlicher Werkzeuge bedarf. Die Analyse der Funktion und Fortentwicklung des Rechts in der durch digitalen Wandel geprägten Gesellschaft lässt sich nicht allein mit den Methoden der Gesetzeshermeneutik durchführen. Die Fragestellung berührt vielmehr Grundlagen aus Soziologie, Theologie, Ethik, Medizin, Wirtschafts- und anderen Wissenschaften, die über das Forschungs- und Qualifizierungsprogramm der Gruppe eingebunden werden – etwa in Form von Reading Groups und Kolloquien, zu denen unter anderem Partner aus der Praxis eingeladen werden sollen.

Getragen wird die Gruppe durch die folgenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehren der Juristenfakultät:

  • Prof. Dr. Katharina Beckemper
  • Prof. Dr. Daniela Demko
  • Prof. Dr. Marc Desens
  • Prof. Dr. Christoph Enders
  • Prof. Dr. Diethelm Klesczewski
  • Prof. Dr. Stephanie Schiedermair
  • Prof. Dr. Hendrik Schneider

In dieser Graduiertengruppe werden Promovierende, deren Dissertationsprojekte aus dem Bereich der empirischen Lehr- und Lernforschung mit fachdidaktischem Bezug stammen, aus interdisziplinärer Perspektive Forschungsfragen beantworten, in denen soziale Interaktionen von Lernenden und Lehrenden im Mittelpunkt stehen.

Im Zentrum der Forschung der Graduiertengruppe steht die soziale Interaktion – sowohl die Interaktion zwischen den Lernenden (beispielsweise in der Analyse von Lernprozessen in Gruppen oder beim peergestützten Lernen) als auch die Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden (beispielsweise in der Analyse von Unterrichtsgesprächen oder Lehrer-Schüler-Feedback). Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Umgang mit Heterogenität und Diversität im Fachunterricht gelegt. Diese zentralen Fragen der Unterrichtsforschung stellen sich nicht nur im klassischen Unterricht oder tutoriellen Settings, sondern auch unter dem Einfluss digitaler Transformationsansätze., in denen gerade auch aktuell Fragen zur Gestaltung sozialer Interaktionen in verschiedenen (digitalen) Formaten besonders relevant sind. Die Gruppe ist zwar klar empirisch ausgerichtet, vereinigt aber qualitative, quantitative und „mixed method“ Ansätze.

Sprecherinnen und Sprecher der Graduiertengruppe sind die folgenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehren:

Die Graduiertenklasse „Religion, Säkularität und kulturelle Dynamik“ ist ein Zusammenschluss der beiden ehemaligen Klassen „Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik“ (Hubert Seiwert/Adam Jones) sowie „Säkularitäten: Konfigurationen und Entwicklungspfade“ (Gert Pickel). Die Klasse verbindet damit zwei zentrale Forschungsbereiche (Religionen und Säkularitäten) der Universität Leipzig und richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich mit Fragen der Entwicklung, Differenzierung und Praxis religiöser und säkularer Erscheinungsformen in Geschichte und Gegenwart befassen. Dabei kommen Grenzziehungen dieser Erscheinungsformen genauso in den Blick wie die kulturellen Dynamiken, die sich im Kontext religiöser Aushandlungsprozesse, Tradierungen und Aneignungen entfalten. Der Fokus der Klasse richtet sich daher auf den wechselseitigen Zusammenhang und die Wandlungsprozesse von „Religion, Säkularität und kultureller Dynamik“. Ausgangspunkt ist dabei die Annahme, dass religiöser Wandel stets im Kontext von kulturellen Wandlungsprozessen und im Verhältnis zu säkularen Gesellschaftsprozessen zu betrachten ist. Dazu sollen empirische bzw. historische Beispiele aus unterschiedlichen religiösen Traditionen und Regionen behandelt werden. Ziel der Klasse ist eine kritische Reflexion zentraler Theorien und Begriffe sowie die Behandlung systematischer Fragen rund um das Thema. Darüber hinaus ist die Klasse auch für weitere Themen und Fragestellungen aus der Religionsforschung offen.

Die Graduiertenklasse bietet Doktoranden und Postdoktoranden die Möglichkeit eines interdisziplinären Austauschs in Form von Doktorandenkolloquien, Methodenworkshops und Forschungsseminaren. Zudem befindet sich die Klasse in enger Zusammenarbeit mit der Kolleg-Forschungsgruppe Multiple Secularities und mit dem Centre for the Study of Religion.

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