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Leibniz-Professur

Foto: Karoline Darmüntzel

Die semesterweise besetzte Leibniz-Professur wird seit 1994 an besonders renommierte und vorwiegend internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben und gehört zu den höchsten Auszeichnungen der Universität Leipzig.

Die Leibniz-Professor*innen bringen Impulse für Forschung, Lehre und Nachwuchsqualifizierung und bereichern das universitäre Leben.

Vorschläge für die Besetzung der Leibniz-Professur sollten mittel- bis langfristig (etwa ein bis drei Jahre vor der geplanten Besetzung) erfolgen und können von allen Hochschullehrenden der Universität Leipzig eingereicht werden. Besonders zur Einreichung aufgefordert sind die Sprecher*innen der Forschungsschwerpunkte und der großen Forschungsverbünde. Über die Vergabe der Professur entscheidet das Rektorat nach Empfehlung der Forschungskommission.

 

Informationen zur Leibniz-Professur

Die Leibniz-Professur ist eine W3-Gastprofessur, die sowohl der interdisziplinär ausgerichteten Lehre für Graduierte und Studierende als auch der Forschung dient. Ziel ist es, Kooperationen anzuregen, die Basis für wissenschaftliche Innovationen zu schaffen und Impulse für die Qualifikation von Nachwuchswissenschaftlern zu erhalten.

Anforderungen an die Kandidat*innen

Anforderungen an die Kandidat*innen

Es sollen international renommierte Wissenschaftspersönlichkeiten, vorwiegend aus dem Ausland, gewonnen werden. Besonders gewünscht ist eine interdisziplinäre Kompetenz der Kandidat*innen. Bevorzugt werden Wissenschaftler*innen eingeladen, die in Leipzig nicht vertretene Forschungsgebiete, Forschungsansätze und Wissenschaftsdiskurse einbringen. Neben der Muttersprache wird erwartet, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat eine der gängigen Wissenschaftssprachen (Englisch, Französisch, Deutsch) beherrscht. Aufgrund der in Leipzig vorhandenen Fächervielfalt wird auch ein disziplinärer Wechsel der Stelleninhaber*innen bei der semesterweisen Neubesetzung erwartet.

Leistungen

Leistungen

Für die Leibniz-Professur wird zur Wahrnehmung der Aufgaben für das jeweilige Semester ein befristeter Dienstvertrag (W3) geboten, dafür wird eine Beurlaubung aus dem Haupt-Beschäftigungsverhältnis vorausgesetzt. Der Leibniz-Professorin bzw. dem -Professor wird an der Research Academy ein Büro zur Verfügung gestellt. Wenn gewünscht, bietet die Research Academy Unterstützung bei Planung und Organisation des Aufenthalts. Bei der Vorbereitung von Lehrveranstaltungen kann auf die Hilfskraft des Leibniz-Programms zurückgegriffen werden.

Verpflichtungen

Verpflichtungen

Die Lehrverpflichtungen sind auf vier SWS begrenzt. Eine Beteiligung an der Graduiertenausbildung im gastgebenden Institut oder an der Research Academy Leipzig, z.B. in Form von Vorlesungen, Workshops, Exkursionen oder Summer- bzw. Winterschools wird erwartet. Auch unkonventionelle Formate wie z.B. „Science-Cafés“ werden ausdrücklich begrüßt.

Zum Auftakt des Semesters hält Leibniz-Professorin bzw. der Leibniz-Professor eine universitätsöffentliche Antrittsvorlesung. Diese wird in der Schriftreihe „Leibniz-Lectures-Leipzig“ veröffentlicht.

Beantragung

Beantragung

Vorschläge für die Besetzung der Leibniz-Professur sollten mittel- bis langfristig (etwa ein bis drei Jahre vor der geplanten Besetzung) erfolgen und können von allen Hochschullehrenden der Universität Leipzig eingereicht werden. Besonders zur Einreichung aufgefordert sind die Sprecher*innen der Forschungsschwerpunkte und der großen Forschungsverbünde. Gefragt für die Leibniz-Professur sind herausragende Kolleg*innen an ausländischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, die für Zugänge und Expertisen stehen, die so an der Universität Leipzig bisher nicht vorhanden sind. Wir freuen uns besonders über Nominierungen von herausragenden Frauen und Personen außerhalb Europas und der USA, da diese unter den Leibniz-Professuren bisher wenig repräsentiert sind. Vorschläge sind an die Leitung des Leibniz-Programms, derzeit Prof. Monika Wohlrab-Sahr, Wächterstr. 30, 04107 Leipzig, zu richten.

Eingereichte Vorschläge sollten folgende Informationen zum Kandidaten enthalten:

  • Begründung des Vorschlags/Erwartungen
  • Wissenschaftlicher Werdegang
  • Aktuelle Forschungsschwerpunkte und deren Bezug zur Leipziger Forschung
  • Beitrag zur Graduiertenausbildung
  • Herausragende Wissenschaftliche Leistungen
  • Hinweise auf bereits bestehende Kooperationen
  • Publikationsverzeichnis
  • Für den Besuch bevorzugtes Semester

 

Zu den Auswahlkriterien gehören unter anderem:

  • überzeugendes Forschungs- und Lehrkonzept, Bezug zu den Forschungsprofilbereichen der Uni Leipzig oder Bezug zu aktuellen Großereignissen
  • Mehrwert für die Doktorandenqualifizierung an der Research Academy
  • Nachhaltigkeit

 

Leibniz-Professor im Wintersemester 2018/19: Prof. Dr. Sjak Smulders

Prof. Dr. Sjak Smulders (Foto: Maurice van den Bosch)
Foto von Prof. Dr. Sjak Smulders (Urheber: Maurice van den Bosch)

Antrittsvorlesung: 17. Oktober 2018, 18 Uhr, Alte Börse (Naschmarkt 2, 04109 Leipzig)

Fachgebiet: Wirtschaftswissenschaften

Titel der Antrittsvorlesung: "Economic Growth: Recent Insights on its Roots, Rhythm and Future"

Abstract: Over the past 200 years or so, each next generation in Europe/Germany is substantially richer than the previous one - with higher income, more to spend, more leisure time and holidays, better health. We might forget about this amazing and robust phenomenon of economic growth when it is hidden by the irregular rhythm of big events, like war, the German post-war divide and subsequent unification, or the global big recession of 2008. To better appreciate what kind of progress economic growth has brought us, we need to see the pattern over many generations and we should go back in time - maybe as far as Luther, Leibniz, and Bach's time.
This lecture first aims to discuss the roots of economic growth. Are we really richer than the wealthy merchant in 17th century Leipzig? Why was the peasant that fought in the Peasant War (1525) as poor as his descendant who defeated Napoleon at the Völkerschlacht (1813) three centuries later, but why did economic growth start to benefit peasant and merchant alike after Napoleon, Marx, and Bismarck? We show how recent advances in economics and economic history have increased - and sometimes changed - our understanding of economic growth in the past and presence.
The lecture also looks ahead. If global climate problems continue to be unsolvable in international agreements and population aging further puts more pressure on welfare systems, our future economy might be significantly poorer. Moreover, consumerism and overexploitation of the world's natural resources in the pursuit of economic growth have evoked criticism of the capitalist model of growth and its moral grounds. We discuss how environmental economics and climate science has recently provided new answers to these challenges.
The lecture consists of a number of blocks on different but related aspects of economic growth. The blocks are separated by Baroque music, performed by Maartje van den Boom-Coppes (recorder) and Ramon van den Boom (harpsichord). As complement to understanding economic history through scientific theories and empirical facts, music can make us relive and experience the emotions and sounds of the past.

Geplantes Engagement als Leibniz-Professor (Termine werden an anderer Stelle bekanntgegeben):

  • Doktorandenkurs im Central-German Doctoral Program Economics,
  • Masterkurs VWL,
  • Vorlesung in einer interdisziplinären Vortragsreihe,
  • Teilnahme an einem Science Café sowie
  • Konsultationsgespräche für Doktoranden


Zur Person:

Prof. Dr. Sjak Smulders lehrt an der Universität Tilburg in den Niederlanden Wirtschaftswissenschaften. Er ist ein ausgewiesener Experte für nachhaltige Entwicklung, Ressourcen- und Umweltökonomie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Wachstumstheorie, Wirtschaftsgeschichte und Internationaler Handel. Prof. Smulders Arbeiten liefern theoretische Grundlagen für modellbasierte Politikevaluierungsstudien.
Der aus dem niederländischen Nordbrabant stammende Ökonom ist als Autor vielbeachteter Publikationen und Mitherausgeber angesehener Fachzeitschriften hervorgetreten. Er berät u. a. die Weltbank und das Institut für Weltwirtschaft Kiel. Prof. Smulders war bereits Gast an zahlreichen Forschungsuniversitäten, u. a. an der Universität Heidelberg, der ETH Zürich sowie an den Universitäten Toulouse, Calgary und Oxford.

 

Zukünftige Leibniz-Professor*innen - Wir freuen uns auf:

Sommersemester 2019: Prof. Yuval Gefen

Sommersemester 2019: Prof. Yuval Gefen

Prof. Yuval Gefen
(Weizmann Institute of Science, Rehovot, Israel)

Fachgebiet: Theoretische Physik

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