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Science Café

Foto: Clemens Volkmann

Das Science Café der Research Academy Leipzig erlaubt den akademischen Austausch in informeller und gemütlicher Atmosphäre und bietet auch Interessierten einen erleichterten Zugang zum akademischen Diskurs. Gastgeber der Science Cafés sind in der Regel die Leibniz-Professor*innen, die mit Kolleg*innen und Gästen ein überfachliches Thema diskutieren.

Das Publikum ist herzlich und ausdrücklich dazu eingeladen, sich am interdisziplinären Dialog zu beteiligen.

 

 

Vergangene Veranstaltungen

Science Café mit Leibniz-Prof. Vincenzo de Risi - 10. März 2017

Foto: Clemens Volkmann

Science Café mit Leibniz-Prof. Vincenzo de Risi - 10. März 2017

Leibniz and the Universality of Reason

Das Science Café mit unserem Leibniz-Professor Vincenzo de Risi und seinen Gästen Prof. Dr. Michael Kempe (Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover) und Prof. Dr. Eberhard Knobloch (TU Berlin)  fand am 10. März 2017 um 19 Uhr im Café Gloria statt. Folgendes Thema wurde auf Englisch diskutiert:

The notion of the universal reason was theoretically grounded on several claims of Leibniz’s philosophy, such as that the common essence of all substances (monads) is reason. Such a claim also grounded many intellectual projects in Leibniz’s life, as the possibility of a characteristica universalis and his studies on mathematics, logic and language, and was embodied in various activities of Leibniz's political life: from the attempt at a reunification of the Churches, to the foundation of academies of science and the fostering of the circulation of knowledge. We would like to explore how all these different aspects may come together to form a distinctive rationalist trend toward the age of Enlightenment.

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. James Conant - 28. Januar 2016

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. James Conant - 28. Januar 2016

Foto: Clemens Volkmann

Der Leibniz-Professor im Wintersemester 2015/16, James Conant von der Universität Chicago, empfing im Januar 2016 zahlreiche Gäste zum Science Café im Café Gloria, um unter dem Titel „Die Autonomie der Geisteswissenschaften als eigene Form der Erkenntnis“ gemeinsam mit Prof. Dr. Sebastian Rödl (Institut für Philosophie) sowie Prof. Dr. Dirk Oschmann (Institut für Germanistik) die Frage nach der Begründung der Geisteswissenschaften als eine eigenständige Form der Erkenntnis, des Studiums und des Unterrichts zu diskutieren.

Die Frage stellt sich in einer Lage, in der zunehmend innerhalb der Geisteswissenschaften selbst naturwissenschaftliche Methoden für überlegen gelten. Verfahren wie experimental philosophy, neuroaesthetics, evolutionary theories of morality oder auch distant reading stehen beispielhaft für diese Entwicklung. In der Diskussion wurde erörtert, ob und warum die Geisteswissenschaften als eigenständige und irreduzible Gestalt des allgemeinen Unternehmens der Wissenschaft gelten können.

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. John Wilson - 08. Juli 2015

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. John Wilson - 08. Juli 2015

Foto: Clemens Volkmann

Prof. Dr. John Wilson, Leibniz-Professor im Sommersemester 2015, von der Universität Oxford hatte im Juli 2015 zum Science Café in das Café Alibi der Universitätsbibliothek Leipzig eingeladen. Unter dem Titel „Kann nur das Gesetz uns Freiheit geben?“ diskutierte Prof. Dr. John Wilson (Universität Oxford) gemeinsam mit Prof. Dr. Gerhard Heyer (Institut für Informatik) sowie Prof. Dr. Ingolf Max (Institut für Philosophie) über den Zusammenhang von schöpferischen Denken und den Beschränkungen, denen es sich oftmals ausgesetzt sieht.

Die Diskussion ging der Frage nach, woher die Ideen kommen, die zu einem Meisterwerk in den Künsten oder zu einem Durchbruch in den Naturwissenschaften führen und inwiefern solch schöpferisches Denken durch Einschränkungen verhindert oder doch erst ermöglicht wird. Die vielfältige Diskussion wurde dabei auch durch praktische Beispiele aus der Musik und Literatur, angeregt.

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. Florian Steger - 11. September 2014

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. Florian Steger - 11. September 2014

Foto: Clemens Volkmann

Unter dem Titel „Universität quo vadis?“ hatte das Leibniz-Programm im September 2014 zur neuesten Auflage des Science Cafés in das Café Gloria eingeladen. Der Leibniz-Professor des Sommersemesters 2014 Florian Steger vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der MLU Halle-Wittenberg diskutierte gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Schlegel (Direktor des Leibniz-Programms) sowie dem Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung Prof. Dr. Matthias Schwarz über die Autonomie von Universitäten angesichts unternehmerischer Interessen, Einflussnahme von außen und Drittmittelforschung.

Das rund 90-minütige Gespräch, an dem sich auch ein Großteil der Gäste beteiligte, ging der Frage nach, inwieweit sich eine unternehmerische Universität überhaupt mit dem akademischen Auftrag der freien Wissensgenerierung und –Bereitstellung vereinbaren ließe. In diesem Zusammenhang wurde auch die Bedeutung der Wechselwirkung von Wissenschaft und Gesellschaft erörtert. Auch nach Beendigung der offiziellen Diskussion wurde der rege Austausch in kleineren Gruppen fortgesetzt und der ein oder andere Aspekt weitergehend vertieft.

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. Robert Roe - 11. März 2014

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. Robert Roe - 11. März 2014

Foto: Clemens Volkmann

Unter dem Titel „Freiheit in der Wissenschaft, ein verblichenes Ideal?“ hatte das Leibniz-Programm im März 2014 zum Science Cafés in das Café Gloria eingeladen. Der Leibniz-Professor des Wintersemesters 2013/14 Robert A. Roe (Arbeitspsychologie) von der Universität Maastricht diskutierte gemeinsam mit Prof. Dr. Gisela Mohr (Arbeits- und Organisationspsychologie), Prof. Dr. Sebastian Rödl (Philosophie), Prof. Dr. Marc Desens (Rechtswissenschaft) sowie dem Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung Prof. Dr. Matthias Schwarz über die Rolle der akademischen Freiheit in der modernen Wissenschaft.

Die Diskussion ging der Frage nach, ob das Ideal der akademischen Freiheit im modernen Wissenschaftsbetrieb mit seinem Publikations- und Drittmittldruck überhaupt noch aufrechterhalten werden kann oder ob sie nicht vielleicht sogar den Forschen und ihren Disziplinen schaden könne? Darüber hinaus wurden die jeweiligen Erfahrungen und Umgänge der Anwesenden hinsichtlich akademischer Freiheit ausgetauscht sowie deren Notwendigkeit und eventuelle Neugestaltung analysiert.

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. Alois Würger - 15. Juli 2013

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. Alois Würger - 15. Juli 2013

Interessierte aller Fachbereiche konnten mit dem Leibniz-Professor im Sommersemester 2013, Alois Würger, und den eingeladenen Gästen, Professor Frank Cichos, Professor Roger Gläser und Professor Klaus Kroy, am 15. Juli 2013 beim Science Cafe im „Plan B“ zum Thema „Pulchritudo splendor veritatis oder muss Naturwissenschaft nützlich sein?“ diskutieren.

Werner Heisenberg, einer der Begründer der Quantentheorie, sah im Schönen einen wichtigen Antrieb für die Suche nach dem Wahren. Das Fortschreiten der Wissenschaft verglich Heisenberg mit der Errichtung einer mittelalterlichen Kathedrale, durch „Baumeister und Handwerker erfüllt von der Vorstellung von Schönheit“.
Dieser Glanz ist verblichen. Forschung sucht heute Drittmittel einzuwerben anstatt das Schöne zu erkennen. Zudem hat sich der Anspruch der Gesellschaft gewandelt; Wissenschaft wird auch einer Kosten-Nutzen-Rechnung unterworfen und ihre Ergebnisse werden manchmal eher als Bedrohung wahrgenommen denn als Wahrheit.
In der Debatte mit ungefähr 30 Doktorand*innen und anderen Interessierten wurde von zwei Fragen ausgegangen: Was leistet Naturwissenschaft für die Gesellschaft und inwieweit erfüllt sie deren Erwartungen? Zum anderen, ist etwas geblieben von Heisenbergs Suche nach dem Schönen oder ist Wissenschaft ein Dienstleistungsbetrieb geworden?

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. Wolf-Dietrich Sahr - 10. Juni 2013

Science Café mit Leibniz-Prof. Dr. Wolf-Dietrich Sahr - 10. Juni 2013

Das Territorium der Töne zwischen Himmel und Erde: Ein Trialog zwischen Theologie, Musik und Sozialgeographie

Musik ist in der heutigen Massengesellschaft zunehmend Event und Ambiente. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch war sie ein intellektueller Beitrag, welcher in der Sprache der Töne die gesellschaftlichen Verhältnisse spiegelte. Über die Jahrhunderte hinweg veränderte sich dabei das Arrangement zwischen Gesellschaft, Musik und Religion. Der Prozess des Zusammenhangs Raum-Musik-Gesellschaft war das Thema des explorativen Gesprächs – mit Klangbeispielen – zwischen dem Musikwissenschaftler Prof. Dr. Helmut Loos, dem Theologen Prof. Pfarrer Christian Lehnert und dem Sozialgeographen Prof. Dr. Wolf-Dietrich Sahr.

Den zentralen Ankerpunkt der Debatte bildete das Thema: Bruchpunkt in einer Umbruchzeit: die Musik Johann Sebastian Bachs. In ihr begegnen sich ariöse Individualität und chorische Kollektivität, dramatische Textführung und meditative Klangfigur – alles Formen der damaligen gesellschaftlichen Raum-Zeit-Konstellationen. Die Diskussion in dem fachtheoretischen Zwischenraum sprach dabei zwar die Vergangenheit an, schaute aber auch – kontrastierend zum Barock – auf den Horizont postmoderner Raum-Zeit-Konstellationen.